Schönheitsoperationen auf Kasse?

Mittwoch, 26. August 2009

Der Schönheitschirurg Prof. Dr. Dr. med. habil. Werner L. Mang fordert die gesetzlichen Krankenkassen auf, Schönheitsoperationen in Zukunft zu übernehmen, da die Menschen, die durch ihr Aussehen psychische Probleme hätten, auf lange Sicht der Volkswirtschaft verloren gingen. So äußerte er sich in einem Interview der Zeitschrift Brigitte gegenüber. Weiterhin beruft er sich dabei auf die vielen Raucher, deren Krebsbehandlungen auch von den gesetzlichen Kassen beglichen würden.

Mit seiner Forderung stößt er auf herbe Kritik und Unverständnis. So lehnen die gesetzlichen Krankenkassen das Anliegen rundheraus ab und auch das Bundesgesundheitsministerium wollte sich zu der Forderung nicht äußern.

Die stellvertretende Sprecherin des GKV-Spitzenverbandes, Ann Marini, meinte dazu: „Dieser Wunsch ist legitim, nur darf man dann nicht erwarten, dass die Versichertengemeinschaft dafür bezahlt“ und weiter „wenn jemand an Lungenkrebs erkrankt, ist nicht eindeutig nachweisbar, ob sein Leiden allein durch starkes Rauchen verursacht wurde“. Damit warnt sie vor einer Gleichsetzung von Krebstherapien und Schönheitsoperationen.

Ob die Unzufriedenheit mit dem Aussehen psychische Probleme mit sich bringen und ob diese durch eine Schönheitsoperation beglichen werden können, die von den Kassen bezahlt wird, muss im jeden Einzelfall gesondert geprüft werden. So die abschließende Aussage zu dem Thema seitens der gesetzlichen Krankenkassen.