Tabuthema Schamlippenverkleinerung
Freitag, 26. Februar 2010Mittlerweile spricht man mehr oder weniger offen über die Verwendung von Botox, über Brustvergrößerungen und Nasenkorrekturen. Aber wie sieht es mit Schönheitsoperationen aus, die nicht zum Standard-Repertoire eines plastischen Chirurgen zählen? Die Rede ist beispielsweise von der Labioplastik, der Schamlippenverkleinerung. Viele Frauen haben Hemmungen sich nackt zu zeigen, durch vergrößerte Schamlippen. Diese Hypertrophie der Labien kann durch Geburten, genetische Veranlagung oder durch hormonelle Einflüsse entstehen, die zur Erschlaffung des Gewebes führen.
Die vergrößerten Schamlippen sind nicht nur ein ästhetisches Problem, sie können bei bestimmten Sportarten wie Reiten oder Rad fahren zu Entzündungen führen, sind anfälliger für Pilzbefall und können sich auch negativ auf das Sexleben auswirken. Dabei kann eine operative Schamlippenverkleinerung Abhilfe schaffen. In einer ambulanten Operation unter Lokalanästhesie wird überschüssiges Schamlippengewebe mit einem besonders schonenden Elektroskalpell entfernt. Für die Naht werden selbstauflösende Fäden verwendet. Nach wenigen Tagen ist alles verheilt. Auch wenn über die Labioplastik nicht gesprochen wird, liegt sie eindeutig im Trend, so wurden im Jahr 2007 geschätzte 20.000 Schamlippenverkleinerungen in Deutschland vorgenommen.



